Sun Microsystems hat heute in einer Pressemitteilung erklärt, daß es in Zukunft massiv den Einsatz von OpenID untersützen wird.

Somit ist ein weiterer Gigant der IT-Branche auf den fahrenden Zug aufgesprungen - und dies mit äußerst interessanten Ideen. Insbesondere der Vorsatz zunächst alle Sun-Mitarbeiter über einen hauseigenen Identity-Provider Service mit OpenIDs zu versorgen, hat einen spannenden Hintergrund: Auf diesem Wege soll erreicht werden, daß die Sun-Leute sich eindeutig als solche ausweisen können, denn niemand sonst wird sich eine Sun-OpenID anlegen können.

Auch für deutsche Unternehmen ein interessanter Ansatz, dessen Anwendungsmöglichkeiten bislang kaum überschaubar sind: von Mitarbeiter-Rabatten bei Online-Shops über die automatische Authorisierung der Online-Buchung von Geschäftsreisen und Mietwagen bis hin zum vertraulichen Informationszugang zu Extranets und Webdiensten auf Basis von OpenID Whitelists ist eine riesige Palette an “corporate features” denkbar.

Ganz abgesehen davon braucht ein Unternehmen mit einem hauseigenen OpenID-Provider sich keine Gedanken darüber zu machen evtl. strategische Daten außer Haus zu geben.

Fehlen eigentlich - wie bereits häufiger erwähnt - nur noch die OpenID Consumer, die all diese komfortablen Szenarien erlauben. Doch der Druck “OpenID-enabled” zu sein steigt dank der Unterstützung von immer mehr Branchenriesen permanent und Sun ist sicherlich schon im Gespräch mit seinen Lieferanten, Dienstleistern und sonstigen Geschäftskontakten. Immerhin sind heute auf einen Schlag 34.000 kompetente und IT-erfahrene OpenID User dazugekommen, die sicherlich darauf brennen die Vorteile einer eigenen corporate OpenID auch nutzen zu können.